Meine Materialien fürs Aquarellieren

[Eine Kleinigkeit vorab: dieser Blogbeitrag ist von keiner Firma beauftragt. Um euch jedoch das lange Suchen zu nehmen und meine Arbeit hierfür ein klein wenig zu unterstützen, habe ich mit * versehene Amazon Partnerlinks eingefügt, die für euch am Preis nichts ändern, für die ich aber eine Mini Provision erhalte. Dies für euch zur Info.]

Wow, wie lange ist es wohl her, dass ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe – ich weiß es ganz ehrlich nicht. Ich weiß nur ganz sicher, dass es ein DIY-Beitrag war, denn damals war ich noch als DIY-Bloggerin unterwegs. Das war irgendwann Mitte 2017. Unfassbar, dass seither schon bald drei Jahre vergangen sind.

Im Sommer 2017 habe ich nämlich meine Leidenschaft fürs Aquarellieren, Watercolor, Etegami [oder wie man es sonst noch nennen kann,] wiederentdeckt und seither lässt es mich nicht mehr los – zum Glück!

Auf meinem Instagram-Account @lenayokota habe ich vor Kurzem gefragt, ob ihr Lust auf Blogbeiträge habt. Und wenn ja, welche Themen euch interessieren: dabei kam ganz oft der Wunsch nach Materialien auf. Und da man ohne Materialien nun mal nicht loslegen kann, denke ich, dass das ein guter Neu-Start für meinen Blog ist. Ich hoffe, ihr seht das auch so. Und wenn es euch so geht wir mir und ihr am liebsten schnellstmöglich loslegt, verlinke ich euch die Produkte, die ich online finden kann hier. Dann könnt ihr bestellen, was euch noch fehlt.

Materialliste Aquarell/Watercolor

Zum Aquarellieren benötigt man [eigentlich] nicht viele Materialien, um beginnen zu können. Also nicht einfach alles mögliche kaufen – lieber nachkaufen, was fehlt.

  • Aquarellpapier/Aquarellblock 
  • Aquarellfarben (gibt es in Tuben, Näpfchen und Töpfchen)
  • Aquarellpinsel

Außerdem:

  • Wasserglas 
  • Farbpalette
  • Bleistift
  • weitere Stifte für Details – je nach Belieben
  • Küchentuch/Papiertuch

That`s it!

Aquarellpapier

Eines vorab: wie bei allem, so ist es auch beim Aquarellieren eine Geschmacksache, mit welchen Materlialien man sich am wohlsten fühlt und womit man für sich selbst besten Ergebnisse erzielen kann. Deshalb empfehle ich euch, einfach zu testen, was zu eurem Malstil passt – und das gilt für alle Materialien.

Seit ich mit dem Aquarellieren angefangen habe, habe ich ein paar Papiersorten getestet. Darunter waren Papiere von Hahnemühle*, CANSON*, Van Gogh*, Strathmore, Arteza*, um ein paar zu nennen.

Grundsätzlich unterscheidet man in raues, mattes und glatt satiniertes Papier, das meist bei einer Grammatur von 200-300 g/m² liegt.

Raues Papier ist – wie der Name schon sagt – stark strukturiert und gut für großflächigeres Arbeiten geeignet. Man erkennt die typische Aquarellpapierstruktur gut. Wenn man seine Arbeiten anschließend digitalisieren möchte, finde ich, dass sich raues Papier nicht so gut eignet, da man viel Korrekturarbeit leisten muss.

Glatt satiniertes Papier eignet sich, wenn man auf demselben Blatt noch mit einem Stift lettern möchte, da dann die Stiftspitze nicht angegriffen wird. 

Mattes Papier hat nach wie vor die Aquarellstruktur, die allerdings nicht so stark ausgeprägt ist wie beim rauen Papier. Das matte Papier ist sicherlich eine gute Möglichkeit zu starten.

Aber Vorsicht: jedes Papier ist anders – rau ist nicht gleich rau, matt ist nicht gleich matt und satiniert ist nicht gleich satiniert. Hier müsst ihr herausfinden, welches Papier zu eurer Arbeitsweise am besten passt.

Meistens hatte ich Blöcke, die vierseitig verleimt waren. Das ist ziemlich praktisch, wenn man viel mit der Nass-in-Nass-Technik arbeitet und sich das Papier somit nicht/nicht so stark wellt als ohne die Verleimung. Es gibt Papier aber auch auf Rollen und als Einzelblätter bzw. nur einseitig verleimt.

Der Nachteil vieler Papiere ist, dass sie sehr kostspielig sind und man sich vielleicht nicht traut, einfach mal draufloszumalen, da man das Papier nicht “verschwenden” möchte. Was mich letztendlich vor allem gestört hatte, war die riesen Lose-Blatt-Sammlung, die sich mit der Zeit angesammelt hatte, da ja jedes bemalte Blättchen letztendlich irgendwo abgelegt werden wollte. Das hat mich Ende 2019 dazu gebracht, mich nach Skizzenblöcken umzuschauen. Ich hatte zwar schon in den Jahren zuvor ein paar wenige Skizzenblöcke getestet, war aber immer wieder davon abgekommen…

Da euch aber interessiert, wie ich arbeite, kommt hier mein aktuelles Lieblingspapier: und das sind die Skizzenbücher von Arteza* und CANSON*. Die Blöcke von Arteza kommen im 3er-Päckchen, sind im Preis-Leistungsverhältnis top und wie ein Ringbuch gebunden, haben aber eine Perforierung, sodass man die Blätter ohne Probleme auslösen kann. Die Blöcke von Arteza habe ich in der Größe 13,9 cm x 21,6 cm, da ich gerne auch mal den Block unterwegs dabei habe und sich das kleinere Format dafür besser eignet. Der Canson-Block ist im DinA4-Format, welcher sich dann für “größere” Bilder, gemalte Geschenke/Poster etc. super eignet.

Tipp: Da ich meine Arbeiten fast alle digitalisiere, verwende ich jeweils hauptsächlich die Rückseite der Blöcke, denn die haben die weniger strukturierte Seite (wäre ich früher auch nie drauf gekommen aber für mich ist das momentan die beste Lösung). Außerdem hat sich mein Malstil in den letzten Monaten etwas verändert und ich arbeite weniger Nass-in-Nass, sondern mehr mit kleineren Pinseln und weniger Wasser. Dadurch ergibt sich eine andere Struktur beim Farbauftrag. 

Pinsel

watercolor aquarell materialien materialliste lenayokota illustration tipps und empfehlungen pinsel farben papier

Machen wir bei den Pinseln weiter: hier habe ich verschiedene Pinsel der Firmen DaVinci und Marabu getestet. Vorab: ich bin sicher ein schlechtes Vorbild, was die Pinselpflege anbelangt, da ich dafür leider ein wenig zu bequem bin. Ich habe kein spezielles Pflegemittel für die Pinsel oder was man sonst noch alles für den Erhalt der Form tun kann.  Die Pinsel beider Hersteller fand ich deshalb zu Beginn auch immer alle top. Und sie bleiben es sicher auch, wenn man sie richtig pflegt…

Aber erstmal Grundsätzliches: ich verwende Rundpinsel aus Synthetikhaar (alternativ gibt es Echthaar) fürs Aquarellieren. In meinen Workshops arbeiten wir meistens mit der Größe 6, da man mit dieser Größe sowohl feine als auch dickere Striche gut abdecken kann. Die Themen der Workshops waren meist florales loose Watercolor, Obst oder weihnachtliche Motive. 

Mittlerweile arbeite ich aber wie oben schon gesagt weniger mit der Nass-in-Nass-Technik und weniger mit großen Pinseln (wie ich es zu Beginn sehr gerne gemacht habe), sondern möchte durch kleine Pinsel und feine Details Textur in das Bild bringen. In meinem Fall bedeutet das, dass ich hauptsächlich mit Pinseln der Firma Marabu in den Größen 3/0 bis 4 arbeite. Das sind sehr feine Pinsel (zum Beispiel dieser hier Marabu Pinsel Fino*) und für das momentan in Deutschland so beliebte loose Watercolor wahrscheinlich eher weniger geeignet. Die Pinsel von marabu gibt es aber natürlich auch in allen anderen Größen 🙂 Für das loose Watercolor würde ich eher zu Pinseln ab Größe 4 aufwärts raten. 

Auch hier heißt es also wieder: was möchtet ihr malen? Wie ist euer Stil? Probiert aus, was zu euch passt!

Aquarellfarben

Soooo, jetzt kommen wir zu den Farben. watercolor aquarell materialien materialliste lenayokota illustration tipps und empfehlungen pinsel farben papier

Dieses Mal sag ich es gleich vorab – ihr wisst schon was kommt: wie bei allem gilt auch hier, es ist Geschmacksache, zu welchen Farben ihr tendiert. Es gibt kein falsch und richtig. Ich sage euch in diesem Beitrag, wie ich es gemacht habe, bzw. aktuell handhabe.

Aquarellfarben gibt es in Näpfchen (fest), in Töpfchen (flüssig) und in Tuben (cremig). Die Farben in Tuben und Näpfchen sind von der Pigmentierung her gleich. Die Farben in Töpfchen unterscheiden sich dahingehend von den anderen beiden, dass sie künstlich hergestellt werden.

Zu Beginn habe ich mit Farben aus Töpfchen gearbeitet. Mittlerweile mache ich das überhaupt nicht mehr. Ich mag es nämlich nicht, die Töpfchen immer erst aufschrauben zu müssen, dann die Farbe aus den Töpfchen entnehmen zu müssen, und aufzupassen, dass ich nichts verschütte (nennt mich ruhig zu bequem, was das anbelangt).

Ich bin mittlerweile ein absoluter Fan von Farben aus Näpfchen bzw. Tuben. Nachdem ich meine Farbpalette gefunden habe, habe ich mir nun “meine” Farben in Tuben nachgekauft und fülle meine Näpfchen damit wieder auf bzw. mische mir meine Farbtöne gleich selbst aus Tuben an.

Ich hatte immer Farbkästen voll mit Farben. Und auch wenn ich mich auf eine gewisse Farbpalette festlegen wollte, so habe ich mich doch immer wieder von den anderen Farben im Kasten “verführen” lassen und bin von meinem “Farbplan” abgekommen. Das hat mich zeitweise richtig unzufrieden gemacht.

Erst im Herbst letzten Jahres habe ich dann etwas verändert: ich habe eine alte Blechdose gesucht, die ich nicht mehr gebraucht habe und habe dahinein meine kleinen Näpfchen (ca. 15 Stück) sortiert, ein Stofftuch und meine Porzellanpalette aus Japan – fertig.

watercolor aquarell materialien materialliste lenayokota illustration tipps und empfehlungen pinsel farben papier

Seither liebe ich meine Farben, habe meine eigenen Mischungen herausgefunden und freue mich immer darauf meine kleine Blechdose auszupacken. Sicher ist aber die Blechdosen-Methode nicht für jeden etwas. Dann befüllt ihr am besten eine Klapppalette* mit Farben aus Tuben.

Hier gilt für mich definitiv: weniger ist mehr!

Immer öfter werde ich gefragt, welche Farben ich verwende: das sind die Farben von Schmincke Horadam* (der Link führt z. B. zu einem Metallkasten mit vorausgewählten Farben – ihr könnt euch aber auch den Kasten und die Farben in Näpfchen extra zulegen, je nach Farbpräferenz). Außerdem benutze ich Farben von Royal Talens Van Gogh* (auch hier nur ein Beispiel – von VanGogh gibt es viele verschiedene PocketBoxen in verschiedenen Farbzusammenstellungen).

Wenn ihr genauer wissen wollt, welche Farbnummern ich verwende, schreibt mir gerne eine Nachricht.

Ich mische die meisten Farben miteinander in einer bestimmten Art und Weise und verwende sie seltener so wie sie aus dem Näpfchen zu entnehmen sind. Das macht es für mich noch individueller und es macht total Spaß sich auszuprobieren.

Weitere Materialien

watercolor aquarell materialien materialliste lenayokota illustration tipps und empfehlungen pinsel farben papier

Neben den genannten Materialien verwende ich ab und zu noch Masking Fluid (das hier: Schmincke Rubbelkrepp *). Das benutzt man, um bestimmte Stellen des Papiers weiß zu halten. Man trägt es vor der Farbe auf, lässt es kurz trocknen, malt dann das Bild fertig und rubbelt das Masking Fluid nach dem vollständigen Trocknen des Bildes wieder ab – das ist die Kurzfassung.

Außerdem verwende ich neben feinen Pinseln auch gerne verschiedene Stifte wie Fasermaler, Gel Roller und wasserfeste Stifte für die Details.

Ich stelle euch in den nächsten Tagen noch eine separate Seite zur Verfügung, auf denen ihr alle Materialien übersichtlich sehen könnt. Gerne auch mit meinen Farbnummern, wenn ihr möchtet.

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr könnt dem Beitrag etwas entnehmen. Kreativ sein zu können ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft, die mir Kraft, Entspannung und Zufriedenheit gibt. 

Wie ist das denn bei euch? Was verbindet ihr mit dem Aquarellieren?

Stay colorful, 

eure Lena

Menü